• Drei techniker vor einer Sendeanlage

ams betreibt das UKW-Sendernetz für Lokalradios der Region eigenständig

ams hat das UKW-Sendernetz vom bisherigen Betreiber Media Broadcast übernommen und organisiert den Sendebetrieb für die UKW-Frequenzen der Lokalradios fortan selbst. Die Übernahme ermöglicht den von ams vermarkteten Sendern deutliche Kostenvorteile, sowie Qualitäts- und Serviceverbesserungen.

Das Jahr 2017 begann für die ams-Technikabteilung mit einem gelungenen Projektabschluss: Insgesamt 20 bestehende UKW-Sender mitsamt des dazugehörigen terrestrischen Leitungsnetzes in Ostwestfalen-Lippe und im Kreis Warendorf gingen in den Besitz von ams über und wurden bis zum Jahreswechsel an den jeweiligen UKW-Senderstandorten erfolgreich in Betrieb genommen werden.

„Für die Radiohörer wird sich durch den Wechsel auf den ersten Blick nichts verändern“, verspricht Peter Beinke, der das Projekt als technischer Leiter bei ams verantwortet.

Mario Schömitz (vorne) und Rudi Winter aus der ams-Technik haben die Sendeanlagen über mehrere Monate geplant und mit modernster Technik gebaut.

Über Monate haben die ams-Techniker Mario Schömitz und Rudi Winter an der Sendebetriebsplanung gefeilt und haben für die Inbetriebnahme der Sendeanlagen die technischen Komponenten ausgewählt, sie geprüft, eingebaut, verdrahtet und eingemessen. Vor Ort an den UKW-Standorten haben sie die Einzelplanung mit dem Standortbetreiber abgestimmt und dafür gesorgt, dass alle Vorebereitungen termingerecht umgesetzt wurden.

„Für die Hörer ändert sich doch etwas“, fügt Peter Beinke hinzu: „wir werden durch die Investitionen in das Hörfunknetz die Sendeausfälle verringern können“.

Die vergangenen Sendeausfälle seien auf die ein in die Jahre gekommene Sendetechnik und den veralteten Signalzuführungen zu den UKW-Sendern zurückzuführen. Beinke geht davon aus, 85-90% der Ausfälle mit dem neuen technischen Konzept wettzumachen.

Damit die Übernahme der UKW-Sender rechtlich überhaupt möglich wurde, engagierten sich in den letzten Jahren verschiedene Verbände, u.a. der Bundesverband des Privatfunks, die "Arbeitsgemeinschaft Lokaler Rundfunk (APR)", dessen Fachgruppe Technik unter dem Vorsitz des Technischen Leiters Peter Beinke, die Liberalisierung des UKW-Marktes ausfeilte.

ams betritt mit dem Eigenbetrieb der 20 UKW-Sender kein Neuland. Seit etwa zehn Jahren betreibt die ams-Technik eine Anzahl von UKW-Sendanlagen (keine Bestandssender der Media Broadcast) und kann heute stolz feststellen, dass in dieser Zeit kein einziger Sendeausfall zu verzeichnen war. Aus diesem Grund wurde das technische Konzept übernommen und auf die neuen Bedingungen optimiert angepasst.

„Es war ein langer und manchmal steiniger Weg bis zu dieser Übernahme“, resümiert Peter Beinke.

Aber der verwaltungstechnische Aufwand und die Investitionen zahlen sich langfristig für den Betreiber und die Lokalradio-Stationen aus: „Wir haben aus technischer und ökonomischer Sicht ein zukunftsfähiges Hörfunknetz für die Radiostationen in Ostwestfalen-Lippe und im Kreis Warendorf etabliert. Das war notwendig, da alle Senderbetreiber auch heute noch davon ausgehen, dass der UKW-Betrieb mindestens weitere zehn bis 15 Jahre als Vertriebsmedium für den Rundfunk Bestand haben wird".